Pro Gestaltung
Im Rahmen der Strategieentwicklung der Fachhochschule Vorarlberg wir der bisherige Geschäftsbereich Gestaltung und damit die Studiengänge Mediengestaltung (Bachelor) und Intermedia (Master). Die Begründung dafür geht unter anderem von der Annahme aus, dass der Markt gesättigt sei. Dies, obwohl internationale, nationale und regionale Zahlen zeigen, dass die Kreativwirtschaft weiterhin wächst und dass in der Bodenseeregion weitere Lehrangebote im Gestaltungsbereich entstehen.
Mediengestaltung streichen heisst, dass der Studiengang mit der höchsten BewerberInnen-Zahl an der Fachhochschule Vorarlberg gestrichen würde. Derzeit wollen 170 mit dem Studium beginnen, nur 45 können aufgenommen werden. Bisher haben 425 StudentInnen den Studienbereich, den es seit 1996 gibt, absolviert. Sie sind mit Erfolg in der Wirtschaft tätig, teilweise in leitenden Funktionen und als UnternehmerInnen.
Veränderungen und Verbesserungen?-Ja!
Eine Eliminierung der Gestaltung?- Nein!!!
In Vorarlberg und überall dort, wo unsere AbsolventInnen tätig sind, braucht es das kreative Potential, das von diesem Studiengang ausgeht, dringend.
Eine Streichung des Geschäftsbereiches „Gestaltung“ an der FHV kann nicht hingenommen werden.
Deshalb: Pro Gestaltung
Beiträge sind herzlich willkommen
Ulrich Herburger
natürlich muss man schauen, ob ein Studiengang der Praxis angeglichen ist. Den Bedürfnissen des Marktes entspricht.
Dies ist aber eine dauernde Justierung eines Bildungsangebotes und hat mit der Grundsatzdiskussion zu tun und nicht mit der Aktuellen.
Die Ausrichtung muss funktionieren.
Grundsätzlich kann sich aber Vorarlberg nicht leisten, schon die Architektur an Liechtenstein abgegeben zu haben. Dies wäre eigentlich unser Thema.
Und jetzt auch noch den zukunftsbringenden Studiengang Mediengestaltung „einzustellen“ oder in technische oder wirtschaftliche Zweige zu „integrieren“.
Da geht dies unter. Das ist klar. Wäre dasselbe, wenn der Studiengang Sozialarbeit in die anderen Studiengänge „integriert“ werden würde.
Quasi der Studiengang Sozialarbeit auf soziale Kompetenz reduziert würde. Diese Idee finde ich grundsätzlich entbehrlich.
Design ist Wirtschaftfaktor. Innovation, kreatives Potential, bedingungslos umsatzfördernd. Wer will sich das wegdenken?
Eine Konsumgütergesellschaft ohne höchsten Gestaltungsanspruch und Kommunikationsanspruch. ? Undenkbar und unprofessionell.
Jedoch haben wir – die FHV vielleicht versäumt, diese unverzichtbare Position von Design in der Wirtschaft und Technik herauszukommunizieren.
Das ist eine Aufgabenstellung, die ihr/wir besser erledigen müssen. Dann verlegen sich die Argumente der „Einstellung des Studienganges“ ins Nirwana.